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Willy Schwarz
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"Die vielen Sprachen einer Weltmusik
Er spricht musikalisch in vielen Sprachen. Und doch - alle Elemente vereinen sich zur jüdischen Weltmusik. Zu Gast als Finale des diesjährigen Festivals "Klezmerwelten" war in der restlos ausverkauften Bleckkirche der Multi-Instrumentalist und Sänger Willy Schwarz.
Es traf sich gut, dass er zusammen mit seinen Künstlerpartnern Dirk Lüking und Martin Kruzig den Ausklang der zweiten Runde dieser so gefühlvollen, nur scheinbar nostalgischen Musik hier gestaltete. Denn zur Erweiterung der EU um zehn Nationen und zur Demonstration dessen, was Klezmerklänge heute als "aktuelle alte" Musik ist, bietet sich Schwarz ideal an. |
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Allein schon seine Biografie verweist auf den kosmopolitischen Ansatz: Willy Schwarz lebt in Bremen, seine Mutter ist deutscher, sein Vater italienischer Herkunft, er selbst lebte lange in Indien und ging u. a. mit Tom Waits auf Konzerttour quer über die Kontinente. Schwarz saugt wie ein Schwamm die musikalischen Impulse all´ dieser "Ursprünge" auf, verbindet sie in einem kontrastreichen, kurzweiligen Programm, das er ebenso mit Inbrunst wie mit Ambition ausfüllt.
Von diesem Musiker geht eine Friedfertigkeit und ein universaler Anspruch
aus. Wenn er singt, öffnet sich die Seele - nicht nur die eigene, sondern
die eines Volkes, einer historischen Situation, einer
kollektivenVerzweiflung oder eines allgemeinen Glückstaumels. Schwarz, der u.a. musikalisch Syrien, Äthiopien,Irland,
Iran, Jemen, Italien, Tadschikistan, Indien, Moldawien oder Usbekistan
bereist und liebevoll als geistig-sinnliche Station wahrnimmt, ist ein
wacher und sympathischer Geschichtenerzähler und Wandersmann. |

Willy Schwarz |
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Masenqo
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Dabei benutzt er als
Begleitung Instrumente wie die kretische Lyra, die biblische Zimbel, die
iranische Santur oder die äthiopische Fidel Massengo.
Man ist immer wieder erstaunt, welche Kulturkreise er in Kooperation mit dem
Bassisten Lüking oder dem Perkussionisten Kruzig zum individuellen Klingen
bringt. Und selbst wenn er mit Kruzig auf einer großen Olivendose den
virtuosen Rhythmus schlägt, sprühen die musikalischen Wurzeln, die zugleich
eine Botschaft aussenden: Menschen aller Völker, vertragt euch! Das Leben
ist gut!
Die 2. "Klezmerwelten" gingen atemberaubend intuitiv und kostbar zu Ende.
Folgt ein Wiedererwachen in 2005? Die Organisatoren vom Stadtreferat Kultur
- ihnen sei einmal mehr für die Klezmer-Initiative im Namen der vielen
internationalen Gäste gedankt - sind nicht abgeneigt. Aber erst einmal
müssten Sponsoren gefunden werden."
[Hans-Jörg
Loskill in WAZ (Gelsenkirchen), Dienstag, 4. Mai 2004]
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"Ein musikalischer Weltenbummler
[...] Willy Schwarz wagte zum Finale einen musikalischen Trip, der erstaunlich bunt und faszinierend ausfiel.
Der als Sohn einer Deutschen und eines Italieners in den USA geborene Multi-Instrumentalist tauchte ein in traditionelle Musik aus vielen Ecken auf diesem Globus. Das klang vordergründig erst einmal sehr folkloristisch. Aber es war im Kern in der Klezmermusik verwurzelt.
Melodien aus Usbekistan, Indien, Syrien, Äthiopien oder dem Iran sang Willy Schwarz, dezent begleitet von Bassist Dirk Lüking und Perkussionist Martin Kruzig, in den entsprechenden Landessprachen. Dazu bediente er sich eines traditionellen, für westliche Ohren und Augen exotischen Instrumentariums. |

Dirk Lüking |
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Martin
Kruzig
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Dazu zählte zum Beispiel die "Masenquo", eine diamantenförmige, einsaitige Fidel, mit der er sehr einfache, spröde Töne zu liturgischem Gesang erzeugte. Da klang der beschwingte irische Beitrag auf dem Akkordeon schon viel vertrauter.
Nachdenklich stimmte das von dem jüdischen Dichter Leo Strauss im KZ Theresienstadt geschriebene Lied "Als Ob" – trotz der eher heiteren, an einen Ragtime erinnernden, von Willy Schwarz geschriebenen Musik. Mit seinem Programm "Jewish Music around the World" zeigte Willy Schwarz in der voll besetzten Bleckkirche eindrucksvoll, was jüdische Musik alles sein kann.
[...]
[Christoph Giese in Buersche Zeitung/Ruhr Nachrichten (Buer und Gelsenkirchen),
Dienstag, 04. Mai 2004] |