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Ein Blick ...

...auf die Wanderausstellung in Dortmund

12.09.2004 - 24.10.2004 im Reinoldinum

 

Die Presse schreibt...
 

"[...] 'Iber dem hot Gott dem Menschen gegebn zwaj Ojern un ejn Mojl - kedej er sol mer hern un wejniker redn': Gott hat dem Menschen zwei Ohren und einen Mund gegeben, damit er mehr hören und weniger reden soll, lautet ein jiddischer Spruch.

Doch nicht nur etwas zu hören gab es bei der Eröffnung der Ausstellung "Klezmer - hejmisch und hip" am Sonntag im Reinoldinum, sondern auch eine ganze Menge zu sehen. "Hejmisch" war der Klezmer in Osteuropa, wo er zunächst reine Funktionalmusik war: Die Musiker spielten zu Hochzeiten und anderen festlichen Anlässen in den jüdischen Gemeinden. Die typischen Instrumente waren Hackbrett, Laute und Geige.

Bei ihrer Auswanderung nach Palästina, in die USA und Deutschland verbreiteten die Klezmorim Anfang des 20. Jahrhunderts ihre Musik, und sie verbanden sie in den USA zum Beispiel mit dem Jazz. Kräftige Bläser färbten nun das Klangbild, die Klarinette wurde zum Sinnbild der Klezmermusik. Jazz-Größen wie Benny Goodman integrierten Klezmer-Melodien in ihre Sets.

Erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts "mauserte" sich Klezmer zu Konzertmusik und geht heute Verbindungen mit aktuellen Richtungen ein, unter anderem dem Hip Hop.

Günter Birkmann, Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund, spricht die einführenden Worte.

Günter Birkmann, Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Dortmund, spricht die einführenden Worte

Wiltrud Apfeld hält den Einführungsvortrag.

Wiltrud Apfeld hält den Einführungsvortrag

Die Ausstellung, die zuvor in Gelsenkirchen und Weimar zu sehen war, zeigt nicht nur sehr schön die Geschichte auf, sondern stellt auch in anschaulicher und übersichtlicher Weise die unterschiedlichen Strömungen dieser jüdischen Tonkunst dar.

Ein umfassender Katalog macht es dem Besucher möglich, die Tafeln der Ausstellung - sie sind alle im Katalog abgebildet - sozusagen nach Hause zu tragen und dort in aller Ruhe noch einmal nachzulesen. Inbegriffen ist eine CD mit zum Teil historischen Tondokumenten, die einen authentischen Höreindruck der Entwicklung vermitteln.

Die Ausstellung bleibt bis 24. Oktober im Reinoldinum am Schwanenwall (montags bis freitags von 8 bis 17, donnerstags bis 20.30 Uhr). MLG

WAZ Dortmund, 13.09.2004

Publikum bei der Ausstellungseröffnung.

Publikum bei der Ausstellungseröffnung

A Tickle in the Heart, Frau Schäfer, Frau Apfeld, Herr Birkmann und Herr Neu

A Tickle in the Heart, Frau Schäfer, Frau Apfeld, Herr Birkmann und Herr Neu

A Tickle in the Heart spielt zur Eröffnung.

A Tickle in the Heart spielt zur Eröffnung

 

Andreas Schmitges, Bernd Spehl und Thomas Fritze sind "A Tickle in the Heart".

Andreas Schmitges, Bernd Spehl und Thomas Fritze sind "A Tickle in the Heart"

 Ausstellungstafeln.

Ausstellungstafeln

Reinoldinum-Logo.

Reinoldinum-Logo

 Info: Begleitprogramm

 Copyright für Fotos: Michael Moos

 

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