

"Klezmermusik ist Freude und Trauer in einem."
Als diese Produktion im April 2003 im Rahmen des Festivals Klezmerwelten, begleitet von dem
renommierten Gelsenkirchener Klezmer-Ensemble Badeken di Kallah, fünf Mal auf der Bühne des
Consol-Theaters getanzt wurde, waren Jubel und Berührung bei Publikum und Presse gleichermaßen
groß. Nun wird Bernd Schindowski die Produktion im Kleinen Haus des MiR wieder aufnehmen und
so einem breiteren Publikum zugänglich machen.
Der emotionale Reichtum und der tänzerische Charakter der Klezmermusik haben Bernd Schindowski
zu seinem Ballett angeregt, bei dem er ganz in die Musik eintaucht und die Klänge voller
Schwermut und Freude, Melancholie und Tanz auslotet.
Klezmer,
das ist ursprünglich die Musik der Klezmorim, der jiddischen Spielleute, die vorwiegend auf
Hochzeiten und anderen Festen in kleinen Besetzungen zum Tanz aufspielten. Als in den 1970er
Jahren die traditionelle Musik der Klezmorim wieder entdeckt wurde, flossen auch Elemente des
Jazz in sie ein, so dass Klezmer heute von großer stilistischer Bandbreite gekennzeichnet ist.
Charakteristisch ist dabei nach wie vor die Verwurzelung in der Volksmusiktradition, die
ausdruckstarken, an der menschlichen Stimme orientierten Melodien, die vielfältigen
Tanzrhythmen und der häufige Wechsel zwischen Dur und Moll, zwischen Lachen und Weinen.
Das Gelsenkirchener Klezmer-Ensemble Badeken di Kallah besteht seit 1997.
Es spielen Norbert Labatzki (Klarinette, Arrangements), Toma Neill (Bandoneon), Markus Trockel
(Kontrabass) und Christian Hammer (Gitarre).
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Inszenierung und Choreografie: Bernd Schindowski
Bühne: Manfred Dorra
Kostüme: Andreas Meyer und Wolfgang Scharfenberger (†)
Dramaturgie: Johann Casimir Eule
Besetzung:
Priscilla Fiuza, Stephanie Blasius, Ai Boshiyama, Marika Carena, Alina Köppen, Xiang Li,
Yasuko Mogi;
Min-Hung Hsieh, Bogdan Khvoynitskiy, Kostyantyn Grynyuk, Takashi Kondo,
Yun Liao, Jakub Spocinski.
Die Produktion wurde gefördert durch die Gelsenkirchen-Stiftung.
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